Realschule Plus an der Römervilla - Stadtmuseum Mülheim-Kärlich

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Realschule Plus an der Römervilla

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Realschule plus an der Römervilla Mülheim-Kärlich
 
Woher haben wir diesen Namen?
   
Fünf Schüler und eine Schülerin aus den 6./7. Klassen der Realschule plus Mülheim-Kärlich erklärten sich bereit, dieser Frage  nachzugehen. Anlässlich ihres Elternsprechtages bereiteten sie zusammen mit dem Vorsitzenden der Museumsfreunde Mülheim-Kärlich, Oswald Senner, und Lehrer Franz-Josef Baulig eine Ausstellung vor. Sie plakatierten anschaulich Funde der Römervilla, die z.T. aus den Überresten der Römervilla im Industriegebiet und der römischen Töpfereien in der Nähe vom „Guten Mann“ gefunden wurden.
Leon Conrad, Leon Dreher und Nico Ihrlich aus der Klasse 6b von Frau Spranz und Frau Wilberg betreuten am Elternsprechtag die Ausstellung in der Außenstelle der Realschule plus in Weißenthurm. In Mülheim-Kärlich waren Leon Kuppert, Mike Lamp und Lars Pohl (alle 7a) aus der Klasse von Frau Henrichs bereit, auf Fragen der Schüler und Eltern Antworten zu geben. Um auch einen anschaulichen Eindruck von den Überresten der Römervilla zu bekommen, besuchten die Schüler/in zusammen mit ihren Betreuern die Römervilla am Depot, die erst rein zufällig 1983 beim Bimsabbau gefunden wurde. Man kann sich aber heute nur noch anhand der Grundmauern einen ersten Eindruck von der Römervilla machen, wie sie in erster Linie aufgeteilt und genutzt wurde.
Flächenmäßig war sie  ca. 70 x 35 Meter groß. Einzelne Gebäudeteile umschlossen einen kleinen Innenhof, der später wohl überbaut wurde. Die Villa besaß die üblichen technischen Einrichtungen römischer Zivilisation, die für den damaligen Lebensstandard allgemein gültig waren, wie Wasserversorgung, Fußbodenheizung (Hypokausen), Badeanlage (Thermen) u.a.
Das mit Ziegeln gedeckte Haus war verputzt, außen hell getünscht und mit dunkelrotem Sockelanstrich versehen. Die Innenräume trugen bunte Bemalung mit pflanzlichen Ornamenten und Motiven aus der Tier- und Sagenwelt. In diesen Römer-Villen, von denen es in der Gemarkung von Mülheim-Kärlich mindestens 8 gab, wurde Ackerbau und Viehzucht betrieben, um u.a. die Römischen Soldaten zu versorgen, die linksrheinisch das Gebiet vor den Germanen schützten, die auf der
anderen Seite des Rheins wohnten. Um die Gefahren durch die Germanen einzudämmen, ließ der Römische Feldherr Cäsar im Jahre 55 v.Chr. wahrscheinlich bei Urmitz in 14 Tagen eine Brücke aus Holz bauen. Nachdem er die Germanen in ihre Wälder zurückgetrieben hatte, wurde die Brücke wieder abgerissen. Um sich von der Brücke ein genaues Bild zu machen, kann man im Stadtmuseum Mülheim-Kärlich ein sehr schönes Modell davon besichtigen. Dementsprechend unternahmen die Schüler/in auch mit ihren Betreuern dort einen weiteren Besuch und wurden von Herrn Henrichs, Museumsleiter des Stadtmuseums, durch die Römische Ausstellung geführt. Neben einer Römerbrücke konnte sie ein sehr schönes Modell der Römervilla besichtigen. Auch Tongefäße, die in der Nähe vom „Guten Mann“ mit Brennöfen hergestellt und z.T. bemalt wurden, Römischer Schmuck und Römische Münzen konnten bestaunt werden.
Als Abschluss ihrer Besichtigung nahmen die Schüler im Schulmuseum Platz und konnten Schreibgeräte vergangener Zeit aus probieren.
Die Museumsleitung würde sich freuen, wenn zukünftig noch mehr Lehrer mit ihren Schülern bzw. Eltern mit ihren Kindern das sehr schön ausgestattete Stadtmuseum  bei freiem Eintritt besichtigen würden (sonntags 15.00 – 17.00 Uhr und nach Vereinbahrung: Museumsleiter Winfried Henrichs cwhenrichs@t-online.de Tel.: 02630/26 42 oder oswald.senner@t-online.de 02630/47 89).
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